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Ile de Ré

Huttopia Côte Sauvage
Huttopia Cote Sauvage

Für die nächste Etappe, die Ile de Re, hatte ich 5 Tage eingeplant und wieder bei Huttopia reserviert. Mittlerweile war ich ein richtiger Huttopia-Fan geworden. Auf der Ile de Ré gab es sogar 2 Campingplätze von Huttopia und natürlich wählte ich den Platz, der direkt am Strand lag, nämlich in St. Marie-de-Ré, ganz im Süden der Insel. Es gab einen direkten Strandzugang, nur einmal um die Ecke neben dem Platz und abends wenn die Flut kam hörte ich vor dem Bus das Rauschen des Meeres. Vom Strand selbst war ich allerdings erstmal enttäuscht, denn er bestand hauptsächlich aus dicken Steinbrocken und Algen, die in der Hitze moderig rochen. Meistens, wenn nicht gerade Flut war, war das Wasser weit entfernt hinter Felsen. Also nichts für den täglichen Strandbesuch. Wenn dann die Flut da war, gab es solchen Wellengang, dass die dicken Steine vom Wasser herumgeworfen wurden und ich mich nicht ins Wasser traute. Ganz am Ende meines Aufenthalts sollte ich die schönen Strände entdecken, für welche die Ile de Ré bekannt war. Bis dahin fragte ich mich nur nach jedem Ausflug, wo die wohl sein sollten.

Pont de l'île de Ré
Pont de l'île de Ré

Mein erster Ausflug mit dem Rad ging nach Rivedoux-Plage von wo aus die Pont de l’Ile de Ré aufs Festland führt. In der Rezeption des Campingplatzes hatte ich eine Fahrradkarte bekommen, aus der man schöne Strecken entnehmen konnte. Und der Weg ganz zur Südspitze war herrlich. Durch Seekiefernwäldchen, immer am Meer, Feldern und kleinen Örtchen vorbei. Rivedoux-Plage hat eine schöne Promenade und einen kleinen Yachthafen, in dem die Boote wieder auf dem Trockenen lagen. Wunderschön auch der Blick auf die Brücke.

Markt in Sainte-Marie-de-Ré
Markt in Sainte-Marie-de-Ré

Am nächsten Morgen wurde ich von einem heftigen Gewitter geweckt, das so nah und ungestüm war, dass ich wirklich Angst bekam und von meinem Podest im Bus nach unten kletterte und dort versuchte weiterzuschlafen. Als das Gewitter vorbei war ging es erstmal in den Ort selbst, dort hatte ich eine nette Cafébar entdeckt. Gleichzeitig war auch Markt, aber es gab nur sehr wenig Stände und nicht viel zu sehen, außer Austern in Mengen. Leider bin ich dagegen allergisch und so war das nicht von Interesse für mich. Am Nachmittag fuhr ich die Strände ab, die in der Nähe waren, aber überall das gleiche Bild: das Wasser weit weg, dazwischen Klippen und Steine und ein paar Menschen, die Austern und anderes Getier suchten. Trotzdem schaffte ich an einer Stelle bis ins Wasser. Mein erstes Bad im Atlantik.

Promenade in La Flotte
Promenade in La Flotte

An den folgenden 2 Tagen machte ich noch Ausflüge nach „La Flotte“ auf der anderen Seite der Insel und zum „Plage de Gros Jonc“ auf der Seite im Westen mehr in der Inselmitte. In „La Flotte“ war die Hölle los, denn es war Pfingsten. Im Hafen und auf der Promenade gab es unendlich viele Restaurants und alle rappelvoll. Die Stadt ist als eine „des Plus beaux villages de France“ beschrieben. Mir gefiel der Ort gut, aber nicht außergewöhnlich, dafür war es viel zu voll.

 

Die Strecke zum Plage de Gros Jonc war schnurgerade und immer an der Straße entlang, aber so kam ich schnell vorwärts. Und mit dem Strand selbst entdeckte ich einen der schönsten Strände der Insel. Kilometerlanger, feiner Sandstrand ohne große Felsbrocken und Steine, langsam ins Wasser abfallend, also auch für Kinder geeignet. Es gibt Segel- und Surfschulen und Strandgastronomie, also alles was ich so liebe. Leider war es gerade an dem Tag kühl und wolkig (die Tage vorher meistens sonnig und sehr heiss) und ich kam wieder nicht ins Wasser. Zum Abschluss und als Erinnerung kaufte ich mir ein schönes Lederarmband.

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